2019 Gut zu wissen!

Volle Staatskassen erleichtern es der Regierung, die Bürger zu entlasten und durch finanzielle Anreize Entwicklungen voranzutreiben. Selbst Zinsen auf Steuernachzahlungen sollen gesenkt werden.

 

 

Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag je Steuer-pflichtigen erhöht sich ab 2019 auf 9.168 Euro. Das heißt, liegt das zu versteuernde Ein-kommen bei Singles unter 9.168 Euro und bei Eheleuten bei unter 18.336 Euro kommt es zu keiner Steuerbelastung.

Steuerprogression

Die Einkommensgrenzen, für die jeweils ein Steuersatz gilt (14%, 24%, 42%, 45%), wurden um 1,8 Prozent erhöht.

Kindergeld

steigt ab 1.7.2019

  • 1.+ 2. Kind: 204 Euro
  • 3. Kind: 210 Euro
  • 4. Kind: 235 Euro

Der alternative Kinderfreibetrag/ Erziehungsfreibetrag beläuft sich ab 2019 auf insgesamt 7.620 Euro je Kind.

E-Autos

Die Besteuerung begünstigter E-Autos, die ab 2019 angeschafft werden, wird im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen halbiert. Das Ziel ist klar: Förderung der E-Mobilität.

Fahrräder/E-Bikes

Ab 2019 fällt die Besteuerung der Nutzung weg. ACHTUNG: Dies gilt bei Arbeitnehmern nur, wenn es sich bei der Fahrradüberlassung um keine Gehaltsumwandlung handelt.

Jobtickets,

die der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber für die Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte erhält, sind komplett steuerfrei.

Zinsen auf Nachzahlungen

Für Zeiträume ab 2012 kann beantragt werden, dass die Zinsen für Steuernachzahlungen aktuell nicht gezahlt werden müssen. Es ist zu erwarten, dass nur noch ein Zinssatz von drei Prozent pro Jahr zur Anwendung kommt.

Werden Wirtschaftsgüter privat und betrieblich ge-mischt genutzt,

ist Voraussetzung für die Geltendmachung von Vorsteuerbeträgen, dass die umsatzsteuerliche Zuordnung des Wirtschaftsgutes zum Unternehmen bis zum 31.5.(!) des Folgejahres erfolgt. Dies ist insbesondere für selbstbuchende Unternehmer oder Unternehmer wichtig, die keine monatlichen bzw. quartalsweisen Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben und nur einmal im Jahr eine Umsatzsteuererklärung beim Finanzamt einreichen.

Der Mindestlohn

erhöht sich auf 9,19 Euro. Achten Sie auf Ihre 450-Euro-Kräfte!

 

9,19   EURO  beträgt der Mindestlohn ab 1.1.2019

 

GWG

Gut zu wissen für die anstehende Jahresabschlusserstellung 2018: Ab 1.1.2018 wurden die Grenzen sogenannter geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG) angehoben. GWG, deren Anschaffungs- und Herstellungskosten 800 Euro (bis 31.12.2017 = 410 Euro) nicht übersteigen, können im Jahr der Anschaffung oder Herstellung sofort als Betriebsausgaben angesetzt werden.

 

 

Mein Tipp:

Es ist davon auszugehen, das es im Jahr 2019 weitere Steueränderungen geben wird.
Bleiben Sie am Ball.